Isabella von ?gypten | Ludwig Achim von Arnim | Science Fiction | Science Fiction | eBooks
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In einem einsamen Gartenhaus an der Schelde begegnet Isabella, Tochter des unschuldig gehenkten Zigeunerherzogs Michael, dem jungen Erzherzog und sp?teren Kaiser Karl V. Mit Hilfe eines zum Leben erweckten Alrauns bringt sich Isabella in den Besitz eines Schatzes und begibt sich nach Gent, den Sitz des Erzherzogs. Die bald offenbar werdende Absicht Karls, Isabella zu heiraten, versucht der eifers?chtige Alraun zu verhindern. Diese Erz?hlung ist gepr?gt durch das Ineinander von Historie und M?rchen, von Sagen- und M?rchenfiguren der Zigeunerromantik und geschichtlichen Tatsachen. Heinrich Heine pries sie in seiner "Romantischen Schule" als 'Inbegriff romantischer Poesie'. |
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Braka, die alte Zigeunerin im zerlumpten roten Mantel, hatte kaum ihr drittes Vaterunser vor dem Fenster abgeschnurrt, wie sie es zum Zeichen verabredet hatte, als Bella schon den lieben, vollen, dunkelgelockten Kopf mit den gl?nzenden, schwarzen Augen zum Schieber hinaus in den Schein des vollen Mondes streckte, der gl?hend wie ein halbgel÷schtes Eisen aus dem Duft und den Fluten der Schelde eben hervorkam, um in der Luft immer heller wieder aus seinem Innern heraus zu gl?hen. "Ach, sieh den Engel", sagte Bella, "wie er mich anlacht!" "Kind", sprach die Alte und ihr schauderte, "was siehst du?" "Den Mond", antwortete Bella, "er ist schon wieder da, aber der Vater ist wieder nicht nach Hause gekommen. Alte, diesmal bleibt der Vater gar zu lange aus, doch ich hatte sch÷ne Tr?ume von ihm in der letzten Nacht, ich sah ihn auf einem hohen Throne in ?gypten, und die V÷gel flogen unter ihm, das hat mich getr÷stet." "Du armes Kind", sagte Braka, "wenn's nur wahr w?re, hast du denn was zu essen und zu trinken bekommen?" "O ja", antwortete Bella, "der Nachbar hat seine ?pfelb?ume gesch?ttelt, da sind viele ?pfel in den Bach gefallen, die habe ich aufgefischt, wo sie in den Wurzeln am krummen Ufer stecken geblieben, auch hatte der Vater, ehe er ausging, mir ein gro?es Brot herausgelassen." |
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